Schnittblumen richtig anschneiden – schräg, gerade, unter Wasser?
Ganz egal, ob Schnittblumen verschenkt werden oder das eigene Vasenglück darstellen sollen: Frische ist Devise! Knospen und Blüten sollen viele Tage oder gar Wochen kunterbunte Pracht entfalten. Stängel und Blätter sollen das satte Grün zeigen statt welkes Gelb oder gar verfaulte Partien. Performance ist also sogar für die Pflanzen entscheidend. Gerade das Internet hat viele Tipps parat, wie die Schnittblumen die freshe Optik langfristig wahren. Als ganz klassischer Tipp gilt das Anschneiden der Stängel. Genau da jedoch scheiden sich die berühmten Geister. Denn wie sollten Sie welche schnittigen Blumen denn anschneiden? Wir haben tolle Tipps für Sie parat.
Der Zweck der Übung
Für die Pflanzen dient der Stängel als Strohhalm. Durch ihn schlürfen sie genießerisch das passende Pflanzenfood. Nährstoffe des Pflanzbodens. Oder eben Nährstoffe, die das Vasenwasser parat hat. Die Stängel haben wenig Durchmesser. Sind diese ergänzend sogar geknickt oder verstopft, werden die Schnittblumen schlecht ernährt. Sie haben „Kohldampf“ und sie möchten etwas Flüssiges. Gerade deswegen dient den Vasenpflanzen der Anschnitt als effektive Therapie. Denn das Anschneiden öffnet den Strohhalm. Besonders dann, wenn das Anschneiden schräg erfolgt. Denn – wir hätten jetzt etwas Geometrie für Sie – der schräge gesetzte Anschnitt sorgt für extra Oberfläche. Das gestaltet das Schlürfen des Cocktails für die Schnittblumen ganz easy. Doch es gibt spezielle Pflanzen, für die schräge Schnitte statt positiver Effekte echten Ärger schaffen.
Triftiges Gründe für den ganz geraden Anschnitt
Wir möchten nicht sagen, dass etwa die Tulpen so etwas wie die Weicheier der Pflanzen darstellen. Doch das Anschneiden gestalten die Zwiebelgewächse schon etwa schwieriger als die Kollegen. Denn die Stängel der Tulpen gelten als weich. Für das Vasenglück ist das egal. Doch für das Anschneiden hat das Folgen. Sie schneiden schräg? Das schafft Risiken. Risiken, dass die Stängel längs geschlitzt werden. Das stört die Optik. Das stört das Schlürfen des Cocktails für die Pflanze. Schade ist das. Solche negativen Effekte vermeiden Sie, wenn die Schnitte gerade erfolgen. Harte Stiele wie die der Rosen dürfen – sollen – Sie jedoch ganz klassisch schräg schneiden.
Unterwasserschnitt?
Für viele ist es überraschend, dass die Profis die Stängel der teils sogar unter Wasser anschneiden. Diese Praxis hat Gründe. Denn wenn die Stängel an der Luft angeschnitten werden, verstopfen eventuell Luftbläschen den „Strohhalm“ des Pflänzchens. Ärzte würden das als klassische Embolie diagnostizieren. Das Luftbläschen wirkt als Puffer. Selbst wenn Sie das Vasenwasser durch leckerstes Pflanzenfood peppen, ist das wenig effektiv. Unterwasserschnitte dagegen schon. Die Profis raten Ihnen das – und die müssen es ja wissen. Anschneiden, sodass die Pflanzen sofort den geschätzten Cocktail schlürfen. Für tolle Blüten.
Oberfläche schaffen – für frische Kost
Durch den schrägen oder den gerade Schnitt der Schnittblumenstiele ist als ganz viel Oberfläche geschaffen. Oberfläche, die jedoch erst dann effektiv ist, wenn das Wasser frisch ist. Also schneiden sie Welkes sowie Faules rigoros ab. Denn sonst schippern rasch die Bakterien durchs Vasenwasser. Das ist schlecht für die tolle Blütenpracht. Ganz entscheidend ist es , dass das Wasser die passenden Nährstoffe liefert. Dieses Frischeformel bieten Ihnen beziehungsweise den Blühern die fertigen Mixe der Floristen. Alternativ dürfen Sie pro Liter Vasenwasser je 1 EL Zucker sowie 1 EL Essig füttern.
Die pfiffige Phylokarte
Gerade das Kärtchen verschafft Ihnen doppelten Effekt. Imprägniert hat es für die Schnittblumen leckere Kost. Und die bedruckten Glückwünsche oder dienen als Türöffner. Das gefällt Ihnen? Die Phylokartenprofis beraten Sie kostenlos.